Gesundheitskonferenz 2017

Rückblick
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Stephanie Jacobs
Referentin für Gesundheit und Umwelt

In einer schnell wachsenden Stadt wie München gilt es die quantitativ und qualitativ gut aufgestellte medizinische Versorgung für die Zukunft zu erhalten und weiter zu entwickeln. Deshalb setzt sich der Gesundheitsbeirat unter Vorsitz von Frau Jacobs nun bereits das zweite Jahr mit dem Thema der medizinischen Versorgung auseinander. Es wurden seit 2016 bereits viele Bereiche und Facetten beleuchtet, so auch bei der diesjährigen Gesundheitskonferenz, wo rund 80 geladene Gäste über die Verbesserung der medizinischen Versorgung der älteren Münchnerinnen und Münchner diskutierten.

Wie die Referentin in ihrer Begrüßung unterstrich, spielt die Gruppe der über 75-Jährigen eine immer wichtigere Rolle: dem Demografiebericht der Landeshauptstadt München zufolge werden bis zum Jahr 2035 rund 25.000 Senioren mehr ab diesem Alter erwartet – insgesamt dann 156.000.

Professor Dr. Frieder Lang, Leiter des Instituts für Psychogerontologie der Friedrich Alexander Universität Nürnberg, hob in seinem Einführungsvortrag hervor, dass die Zunahme der Lebenserwartung auch mit einer Zunahme der Jahre in Selbstständigkeit und Gesundheit einhergeht. Das Wohlbefinden im Alter hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen und das Risiko z.B. an Demenz zu erkranken, ist ständig gesunken.

Nichtsdestotrotz steigt ab 80 Jahren die Wahrscheinlichkeit, an einer chronischen bzw. an Mehrfacherkrankungen zu leiden, sowie für Pflegebedürftigkeit und somit der Bedarf an medizinischer Versorgung. Die drei Foren zu den Themen Akutgeriatrie, Suchterkrankung im Alter und Palliativgeriatrie zeigten anhand von ganz konkreten Fallbeispielen, dass München grundsätzlich über ein breites Spektrum an Versorgungsangeboten für ältere Menschen verfügt.

Wie Frau Jacobs betonte, ist es wichtig, diese Angebote miteinander zu vernetzen und die Versorgungsbereiche stärker zu verbinden, statt sie zu trennen, um die Situation der Betroffenen mittel- und langfristig zu verbessern: „Von der Prävention zur Akutversorgung, der Rehabilitation bis hin zur Nachsorge soll die Versorgung in den einzelnen Bereichen wie die Glieder einer Kette ineinander greifen.“ Dabei sei die Zusammenarbeit von allen Akteuren rund um den Münchner Gesundheitsbereich notwendig.

Geplant ist, dass die Ergebnisse der diesjährigen Gesundheitskonferenz zusammen mit weiteren Ergebnissen der Arbeit des Gesundheitsbeirats zum Thema „Medizinische Versorgung“ in den letzten zwei Jahren in einem gemeinsamen Positionspapiers veröffentlicht werden.

Der Münchner Gesundheitsbeirat
Der Gesundheitsbeirat ist ein Beratungsorgan für den Stadtrat und die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt München in grundsätzlichen Fragen des Gesundheitswesens. Darüber hinaus dient er der gegenseitigen Beratung seiner 26 Mitglieder und der Koordination von Maßnahmen des Gesundheitswesens in der Landeshauptstadt München.
Ziel ist es, die gesundheitliche Lage der Bevölkerung der Landeshauptstadt München zu verbessern, insbesondere durch Gesundheitsförderung und Prävention sowie durch strukturelle Änderungen der gesundheitlichen Versorgung.

 

Die Vortragsunterlagen von Prof. Dr. Lang können unter gesundheitsbeirat.rgu@muenchen.de angefordert werden.

Die weiteren Vortragsunterlagen und Präsentation folgen in Kürze.